Kreuzeryacht ARTEMIS
| Name | ARTEMIS |
| Schiffstyp | Kreuzeryacht |
| Erbaut | 1900 in Southampton von Summers & Payne |
| Abmessungen | 28,65 x 5,03 x 3,50 m, Verdrängung 110 t |
| Segelfläche | 484 m² |
| Maschinenleistung | Deutz Dieselmotor F3L; 40 PS |
Geschichte
Die ARTEMIS ist eine der letzten großen Segelyachten aus der wilhelminischen Epoche, die überlebt hat. 1900 wurde sie in Southampton auf der Werft von Summers & Payne gebaut, die zu den besten Adressen in England zählte. Noch im Baujahr nahm die elegante Yawl an der Kieler Woche teil und startete in einem Regattafeld mit Kaiser Wilhelms METEOR IV. Nach mehreren Eignerwechseln wurde das Schiff 1947 im Blackwater River nördlich der Themsemündung aufgelegt und fortan nur noch als Hausboot genutzt; diesem Umstand ist es zu verdanken, dass die Inneneinrichtung nahezu original erhalten blieb. 1994 erwarb der Beschäftigungsträger Jugend in Arbeit Hamburg die ARTEMIS, um ein Folgeprojekt nach Restaurierung des Dampfers SCHAARHÖRN zu haben. Per Dockschiff wurde die Kreuzeryacht nach Hamburg überführt, wo 1995 die Restaurierung begann.
Restaurierung
Die Restaurierung der ARTEMIS erfolgte im Rahmen von Ausbildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen beim hierauf spezialisierten Beschäftigungsträger Jugend in Arbeit Hamburg. Im Verlauf der dreizehnjährigen Restaurierung arbeiteten 173 vormals arbeitslose Menschen auf dem Schiff, eine große Zahl von ihnen fand unmittelbar im Anschluss wieder eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt. Zusätzlich wurden 62 Jugendliche auf der ARTEMIS zu Bootsbauern ausgebildet. Die Stiftung Hamburg Maritim, die das Schiff 2001 übernommen hatte, konnte es sieben Jahre später in Dienst stellen.
Doch nach der ersten Saison mussten die Liebhaber der „Artemis“ eine bittere Pille schlucken: Bei der Inspektionen in der Werft „Jugend in Arbeit“ wurde an der Yacht ein umfangreicher Schaden entdeckt – ein erheblicher Teil der Planken und auch Eichenspanten waren von einem Fäulnispilz befallen. Die Kupferhaut musste entfernt und ein Großteil der Planken losgenommen werden. Der Rumpf muss nun von Grund auf erneuert werden. Gemeinsam mit den „Freunden der Artemis e. V.“ und „Jugend in Arbeit e. V.“ arbeitet die Stiftung an der Behebung dieses umfangreichen und unvorhersehbaren Schadens.
