Hafenbarkasse META
| Name | META |
| Schiffstyp | Hafenbarkasse |
| Erbaut | 1908 |
| Abmessungen | Länge über alles 12,00 m; Breite 2,60 m |
| Maschinenleistung | Ursprünglich 25 PS, gegenwärtig ohne Motor |
Über viele Jahrzehnte prägten sie das Bild des Hamburger Hafens: Die Hafenbarkassen. Sie waren ein unverzichtbares Transportmittel für die Arbeiter, Zehntausende nutzten täglich diese schnelle Verbindung über die Elbe zu ihrem Arbeitsplatz auf den Werften und in den Schuppen. Mit dem Bau des Elbtunnels, zunehmendem Pkw-Verkehr, dem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und dem Rückgang der Beschäftigungszahlen im Freihafen verloren die Barkassen ihre Bedeutung. Nur die größeren Barkassen fanden später mit Hafenrundfahrten ein neues Auskommen.
META gilt als die älteste erhaltene Hafenbarkasse Hamburgs. Sie wurde 1908 auf der Werft von J.G.R. Röger Söhne in Wilhelmsburg erbaut. Der ursprüngliche Motor hatte eine Leistung von nur 25 PS. In den 1980er Jahren wurde META wegen ihrer geringen Größe unwirtschaftlich und still gelegt. Es folgten mehrere Versuche von Privateignern, die kleine Barkasse für Freizeitzwecke herzurichten. 2009 übernahm die Stiftung Hamburg Maritim das Schiff, das nur noch aus der leeren Hülle bestand, als Spende. Denn anders als ihre Artgenossen ist META niemals größeren Umbauten unterworfen worden.
Die Stiftung Hamburg Maritim beabsichtigt, die Hafenbarkasse META fahrtüchtig in Stand zu setzen. Die Werft Theodor Buschmann GmbH & Co. KG hat mit der Restaurierung des Rumpfes im November 2011 begonnen. Weitere Arbeitsschritte sind im Rahmen von Ausbildungsmaßnahmen geplant: Am Innenausbau des über 100 Jahre alten Schiffskörpers können klassische Bootsbauarbeiten erlernt werden. Nach Fertigstellung soll META ihren Liegeplatz im Traditionsschiffhafen im Sandtorhafen (HafenCity) haben. Der "Der Freundeskreis Maritimes Erbe Hamburg e. V." unterstützt die Restaurierung maßgeblich.
